Wie eng schulische Theorie und betriebliche Praxis miteinander verknüpft sein können, erlebten die Klassen HBFW25A und HBFW25B der BBS Wissen am 20. Februar 2026 bei einem Besuch der Westerwald-Brauerei in Hachenburg. Im Rahmen des Deutschunterrichts stand zuvor das Thema Werbeanalyse und Marketing auf dem Lehrplan – ein Unterrichtsschwerpunkt, der nun durch reale Einblicke in die Unternehmenspraxis ergänzt wurde.
Initiiert wurde der Besuch von den beiden Deutschlehrkräften Herrn und Frau Schäfer, die den Kontakt zur Brauerei herstellten. Ziel war es, die im Unterricht behandelten Inhalte nicht nur theoretisch zu analysieren, sondern Marketingstrategien direkt vor Ort kennenzulernen und kritisch zu hinterfragen.
Zu Beginn erhielten die Lernenden eine umfassende Brauereiführung. Dabei wurden Produktionsabläufe, Qualitätskontrollen und Unternehmensgeschichte anschaulich dargestellt. Im Anschluss nahm sich Geschäftsführer Jens Geimer eine Stunde Zeit für ein Fachgespräch mit den Schülerinnen und Schülern.
In der offenen Gesprächsrunde entwickelte sich ein lebendiger Austausch. Die Lernenden stellten zahlreiche Fragen – etwa zur Zielgruppenansprache, zur Markenpositionierung, zu Werbestrategien im digitalen Zeitalter sowie zu regionalem Marketing. Geschäftsführer Geimer beantwortete diese praxisnah und gewährte authentische Einblicke in die strategischen Überlegungen eines mittelständischen Unternehmens.
Sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrkräfte und die Unternehmensleitung zogen ein durchweg positives Fazit. Der Besuch habe eindrucksvoll gezeigt, wie gewinnbringend die Verbindung von Theorie und Praxis sein kann. Unterrichtsinhalte würden greifbarer, wenn sie im realen wirtschaftlichen Kontext erlebt und reflektiert werden können.
Die Exkursion nach Hachenburg habe nicht nur fachliche Kompetenzen gestärkt, sondern auch neue Perspektiven für berufliche Zusammenhänge eröffnet – ganz im Sinne eines modernen und praxisnahen Unterrichts.