Die Klasse HBFS26B der BBS Wissen konnte am finanzierten LEDER-Demokratieprojekt teilnehmen

Anfang des Jahres hat das LEADER-Programm für Demokratie in RLP durch die Kreisverwaltung Altenkirchen Vorschläge für Projekte zur Stärkung der Demokratie junger Menschen gesammelt. Nach der Prüfung der vielen eingereichten Projekte durch die LEADER-Kommission, erfolgte die Zusage der Förderung, für das von Frau Jutta Bauer und Herrn Berthold Hammer eingereichte „Demokratieprojekt“. 130 Schülerinnen und Schüler hatten damit Möglichkeit an einem in den Schulen durchgeführten Workshop, als auch an einer Fahrt zur Gedenkstätte Hadamar teilzunehmen.

Am Demokratieprojekt haben Klassen der Maximilian-Kolbe-Schule in Scheuerfeld, der IGS Betzdorf-Kirchen, der Bertha-von-Suttner Realschule Plus in Betzdorf und der Berufsbildenden Schule Wissen (BBS Wissen) teilgenommen. Für die vier Besuche der Gedenkstätte wurden 280,00 Euro und für die Busfahrten 2.660,00 Euro bewilligt.

Von der BBS Wissen nahm die Klasse HBFS26B (Höhere Berufsfachschule Sozialassistenz) teil.

Die Anreise zur Gedenkstätte Hadamar erfolgte für die HBFS26B, die von Frau Sabine Seifer und Herrn Micha Herrmann begleitet wurde, mit dem Bus. Vor Ort nahmen die Schülerinnen und Schüler an einem Workshop zum Thema Täter und Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie teil. Dieser wurde inhaltlich so gestaltet, dass dieser für die jungen Menschen gut verständlich und angemessen war.

Im Anschluss erhielten die Schülerinnen und Schüler eine ausführliche Führung durch das Museum sowie durch den historischen Kellerbereich, der die ehemaligen Funktionsräume der Tötungsanstalt umfasst: die Gaskammer, das Krematorium und den Autopsieraum. Die pädagogischen Fachkräfte der Gedenkstätte vermittelten dabei sowohl historische Fakten als auch biografische Einblicke in die Schicksale der Opfer.

Darauffolgend wurde die Gruppe zum Friedhof oberhalb der Anlage geführt, auf dem zahlreiche Opfer der Euthanasie‑Morde bestattet wurden. Dieser Teil des Besuchs bot Raum für Reflexion und eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Folgen der nationalsozialistischen Verbrechen.

Alle vier Schulen begannen den Workshop in den Schulen mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik, weiterführend wurde die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten mit ihren Tätern und Opfern in einer spezifischen Auswahl vorgestellt. Im Workshop an der BBS Wissen wurde von Herrn Hammer das Zwangsarbeiterlager der Stahlindustrie in Wissen thematisiert und im Anschluss durch die Klasse besucht.

Das Demokratieprojekt erwies sich insgesamt als sehr gut an die Bedürfnisse und das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler angepasst. Das Projekt stellte insgesamt eine wichtige und nachhaltige Lernerfahrung dar, die sowohl historisches Wissen als auch demokratische Wertebildung stärkte. Sicherlich wurde die von Frau Bauer und Herrn Hammer initiierte Zielsetzung, einen Beitrag zur Stärkung der demokratischen Werte bei jungen Menschen zu leisten, durch das Projekt erreicht.

 

Allen an diesem Projekt Beteiligten ist an dieser Stelle für ihren Einsatz zur Demokratie-Förderung zu danken. Im Besonderen gilt der Dank der BBS Wissen Frau Jutta Bauer und Herrn Berthold Hammer für die Projektinitiative und die Projektdurchführung und für die Möglichkeit der Projektteilnahme.

Förderer der BBS Wissen